Gesang der Tyrannen

von poscoleri

Wenn ich die Ohren schließe, hör ich mich rauschen. Aus der Ferne tönt das Leben sich entfernend mir links in den Kopf hinein. Rechts hör ich Menschen, die ich in der Vergangenheit kannte und dann auch dort ließ. Sie sprechen Sätze, die sie nie sprachen, wie in einem Theaterstück ohne Bühne und ohne Text. Zusammen ist es ein Klanggewitter, das mich schutzlos überrascht im freien Feld, jede Nacht. All das überschlägt sich dann und entwickelt eine Gewissheit, die nichts anderes sonst haben kann. Mit der Vehemenz der wahren Alternativlosigkeit flüstert es mir in tausend Stimmen und scheinbar ebenso vielen Sprachen durch die Ohren. Alles mag zum Teufel gehen, doch dann weiß ich genau: Morgen wird es gut.

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