Die eine Wahrheit

von poscoleri

Ich bin ein ewiges Zusammenbrechen. Wie ich da so stand, wurde es mir recht unvermittelt klar, in mir war kein Zweifel seit 17 Jahren. Die Erkenntnis kam nicht von allein aus mir heraus, sie bedurfte des scharfen Hebammengeistes innerlich schöner Menschen. Die Ambivalenz der Niederlage auf ganzer Linie lässt sich nicht beschreiben, es gibt nichts derart Niederschmetterndes und Erhebendes. Wie dumm und schwach und klein war ich und wie klug und stark und groß bin ich, es zu bemerken. Das alles wünscht man weder der besten Freundin noch der ärgsten Feindin, niemand soll stark sein müssen und niemand soll es nicht sein können. Ich werde wohl nie einen geraden Satz herausbringen, jetzt gerade nicht, in meiner zwangsnachrationalisierten Lage, pseudorelativistisch und wertungsarm.

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