Zwangsversteigerung

von poscoleri

Lass mich der Vernichter sein, der Teiler zwischen Mein und Nein, global und doch mit mir gemein, ein Stapel gefrorner Vögel, und obendrauf die Possibilität einer Möglichkeit. Ich kann’s nicht anders sagen: Die Fenster waren offen, hoch und breit die ganze Zeit, die Nacht hat uns der Wind versüßt. Unnütz war hier gar nichts, außer vielleicht alles und noch etwas. Immer neue Worte wollen Decken sein, die Verwendbarkeit ist spärlich, es soll den Versuch nicht hindern. Es waren Tage wie diese, stur und hell wie eine kalksteingrauen Ziege. Sie ließen uns mit uns allein, wir konnten bloß die Finger zählen, die Andere vergaßen. Ich will nicht unter euch leben, sondern Schichten verschieben. Ich will einen Tsunami auslösen, die Ausgeburt der Auslöschung sein. Ich will mein eigenes Opfer sein, stolz und trotzdem erschrocken. Nicht weniger als das Morgengrauen soll mich mit der Welt vereinen, im Schönen wie im Bösen. Lass mich der Verneiner sein, der Geruch vom Gestanke trennt. An einem Morgen wie heute frag ich alle Menschen, wollt ihr meine Wörter hören, ich will mich an den Worten brechen, die uns stetig aushöhlen. Ich will mich an eurem Leid erfreuen und über eure Freude empören. Lasst uns einmal richtig sein und die Menschheit feiern, mit faulen Gurken und Tomaten, Gammelschinken und Plastikkäse. Lasst uns gemeinsam solange stehen, bis uns die schmerzenden Schultern erzählen, dass wir ewig lagen. Die Tastatur wird nach vollständiger Benutzung enden und uns zum Schlafe leiten.

Advertisements