Ein Flüsschen

von poscoleri

Diese Menschen, Grund genug, jeden Lebenswillen zu verlieren und sich von der nächsten Brücke in irgendein Flüsschen zu kippen, das die eigene Hingabe gar nicht zu schätzen weiß und auch keines von der mitreißenden Natur ist; schlicht: ein schlichtes Flüsschen. Wenn da nicht die leise Hoffnung wär, dass diese Menschen in ihrer Dummheit blöd genug sind, an der Durchsichtigkeit eines Fenster derart zu verzweifeln, dass sie zuerst von irgendwelchen Brücken fallen. Es ist nicht schön, die Welt zu teilen, und noch viel weniger mit solchen Menschen, die durch die Winde schwanken wie betrunkene Esel und doch denken, sie stolzierten geradlinig wie hungrige Wölfe. Nicht heute und nicht morgen werde ich nicht verzweifeln an der Dummheit, zuallererst an meiner, dann an fremder, und ich möcht nicht leben ohne dieses Gefühl, sterben zu müssen bei jedem dämlichen Wort von irgendwem, der keinen Schritt aus sich raus kann und es nicht einmal versucht. Menschen wie ich haben Hartz IV geschaffen und tausendjährige Sachen versucht, so ist es leider. Umso mehr muss man sich wehren gegen das Stumpfe, Bequeme, Doofe und Stupide.

Ein bisschen Mühe wär doch nicht zu viel verlangt.

Advertisements