Der Bruch der geflohenen Zunge

von poscoleri

Das ist kein Heute ohne Heute, mehr nicht, nicht weniger. Oh, Nordwind, nimm mich fort mit dir zu fernen freundschaftlichen Orten, ich ahne, ich hab dich zielbewusst gerade falsch benannt, ganz egal, ich schneid mir einen Windkanal. Eine Frage ohne Willen kann mich nicht strecken, ich lache ohnehin, nicht immerhin. Leise Worte und ein Leuchten wie ein Glanz von einem Meer unter vierundzwanzig Tagessonnenstunden. Ein leichter Rempler und eine Wolke im Kopf, grollend Donner rollend. Aus der Distanz wirkt das alles ja recht clever, doch direkt davor, wie ein Zwerg vor einer Riesin, bricht’s mir die Zunge wie die Augen, kaum zu glauben, dass ich all dies selbst erschuf. Ein Tag ist kein Tag ohne Ende, das haben wir begriffen, und doch, das Konzept vergeht uns nimmermehr. Leere Kästen scheinen zu erzählen von leeren Beinen, wenn es mehr nicht wär als etwas, das ich nicht vergaß, sondern nie erdachte. Allein, es ist außerdem und vielmehr von Belang, mehr als irgendwas.

Weiße Worte wie eine zittrige Hand am klammen Geländer.

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