Nicht Ohne Aber Ohne

von poscoleri

Wie ein Tag ohne Morgen, wie eine Treppe ohne Lampe, sitz ich hier, fern von allem, was ich will, und ich ahne, ich werd solang mich selbst verletzen bis zuletzt frühmorgens ich wohlgeborgen liege in vermissten Armen. Aus dem Fenster blickend ahne ich, dass es mit dem Blicken aus dem Fenster nicht getan sein wird und imaginiere die erlösende Revolution. Was nicht hier ist, ist vielleicht gar nicht da, vielleicht aber ist all das gerade jetzt damit beschäftigt, sich gegen uns zu verschwören und dann doch zu bekräftigen. Ausweglos sieht das Gefängnis nur von innen aus. Aufs Glück werd ich mich nicht verlassen, hätt ich hier auf Wunder wartend gelegen, hätt ich mich längst wundgelegen. Nein, das ist alles nicht substanzlos, ich tu hier nicht nichts, ich tu’s nur nicht, bald sag ich’s, tanz, los.

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