Kopfschnee

von poscoleri

Alles ist ein Schweigen, ein Grau mit roten Streifen, unbenennbar wie Finanzderivate, meine wirren Gedanken, weich bis inexistent wie Finanzmarktregulierungen, meine unhaltbare Selbstwahrnehmung, vernichtend wie eine gemeinschaftliche Absprache, meine Skepsis gegen mich selbst. Vielleicht komm ich so nicht weiter, ganz sicher ist das aber auch zumindest egal, wenn nicht gar gut so. Sterben werden wir sowieso und mit ein bisschen Glück müssen wir bis dahin nichts verstanden haben.  Nein, auf einem Bazar der Befindlichkeiten wäre ich ganz sicher nicht mein eigener bester Verkäufer, das ist mittlerweile klar.

[Essenzielle Passage wegen übermäßiger Prägnanz und Konkretheit gestrichen. Dies ist kein Tagebuch, das ist nur ein Klagelied.]

Irgendwo zwischen der Bank, nach der ein Land benannt ist, Rohstoffspekulanten und einem modernen Künstler mit einem Atelier von der Größe eines riesigen Ateliers hatte er eine Ahnung von mir, und ich kann nicht behaupten, dass es nicht auf Gegenseitigkeit beruhte. Kopiert mich, kopiert mich nicht, es ist mir egal, aber nennt mich nicht und nennt mich übermäßig. Dieses Streben scheint mir alles Menschliche zu versprechen, das ich doch so hasse. Das Bittere am Zweifel ist der Zweifel, der dich nicht verlässt, bist du ihn ertränkst. 18 Gläser Wasser und ein Schimmer rotes Licht, mehr ist das alles nicht, aber es erscheint riesig, riesig, wie nur ein Mensch es sich erdenken kann. Zum Tode mit all den schlauen Konzepten, ohne die wir niemals auch nur auf die Idee einer Idee gekommen wären.

Eine dunkle Nacht. Tschechien, nur die Häuser verraten es. Es schneit, es scheint wie um alles zu bedecken für immer zu schneien. Hier begann alles, der Rest ist ein Ringen.

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