Wie ein Name ohne Namen

von poscoleri

Nichts da, was einmal war, nur eine Ahnung von der kleinen FDP in mir und der großen. Was mal war, war nichts, ist mir nur passiert, eine reine Dachlawine der Erweckung und der trügerischen Erkenntnis. Alles, was in mir wächst, wächst sich aus zu Geschwüren, die mir Fettschicht sind. All die Sätze, die ich spreche, will ich niemals sprechen können, so sehr widerstreben sie mir, wie eine Autobahnfahrt an einen Ort, den man nie erreichen will, mit zu vielen verlockenden Ausfahrten auf dem Weg. Eines Tages werd ich aufwachen und ich werd angekommen sein, ohne Erinnerung an mich und ohne ich zu sein. Das ist die größte Angst in mir und auch die größte Hoffnung. Ich werd ein Buchhalter sein und es nicht mal merken, ich werd funktionieren wie einer, der Mensch zu nennen wäre. Grausam, wahrhaft grausam ist schon die Vorstellung allein, aber kaum so grausam wie dieses Herumirren in einer Welt ohne Sprache, wo alle Sätze austauschbar bleiben und schön und nichtssagend.

 

Das ist kein Abgesang, das ist der Terror ohne Worte.

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