Memorandum gegen die Hoffnung

von poscoleri

Da ist etwas, das sich nicht in 5 Minuten dahinflappsen lässt, wir nennen es gerne ein „Projekt“. Es ist verlockend, soviel sei gesagt. Einerseits ist es befreiend, dem Trieb des Treibenlassens zu widerstehen und sich auch einmal Zeit zu lassen für die ewig hochgehaltene Reflexion. Andererseits ist es freilich auch eine schmerzliche Abkehr vom stetigen und unstetigen Da-und-auch-schon-wieder-weg-Sein. Aber, aber, wer wird denn da so rührselig werden, allerhand. Ich möchte mein Leben kaputtdoktrinisieren und -dogmatisieren, von der Realität lass ich mir mein Leben nicht vermiesen, so teuer kann der Vodka gar nicht sein, alles andere ist ja heutzutage gratis, wenigstens das weiß ich. Anschreiben gegen und hinschreiben auf den Wahn, mehr will ich nicht. Dies wird die Probe auf, man ahnt es traurig, das Exempel. Mehr nicht oder Tod.

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