Keine Worte nirgendwo

von poscoleri

Mit beinah zoologischem Interesse studiere ich die Menschen und die Worte, die sie aussprechen, und die Worte, die ja wahrlich meistens ausbrechen. Wenn es aus ihnen schlau zu werden gilt, was ich bezweifle, bin ich’s noch nicht geworden, es ist abstrus, was Menschen sagen, unklar was sie meinen, ihre Sprachbilder schwammig, als wären es die meinen. Kommunikation ist Missverständnis, damit ist alles unklar, und mir ist wohl bewusst, Menschen sind meistens nicht, was sie sagen, sondern Menschen sind, was sie nicht sagen. Ich komme auf keinen grünen Zweig, die Menschen sind mir also Winter, wohin sie wollen und was sie sehen, muss ich aus ihnen herauskitzeln und viel öfter -prügeln, es hilft alles nicht und niemandem. Der Drang, mich mir und der Welt zu erklären, lässt mich schreiben, es ist ein hilfloser Akt der Selbstaufbröslung.

Es hat alles keinen Sinn & trotzdem sind wir hier.

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