Das Ringen zweifelt dich nicht an

von poscoleri

Aber ist nicht das Ringen ein elementares, einer Notwendigkeit der Menschwerdung und der fortwährenden menschlichen Existenz? Ist es nicht der Zweifel, bei allem Schmerz, den er unsicher in uns wachsen lässt, der eigentliche Beweis der eigenen Lebendigkeit? Die Ausweglosigkeit beinhaltet doch die grundsätzliche Möglichkeit eines Ausgangs, der uns weiterführt in unserem Leiden, unserer Freude. Er wird ein Eingang gewesen sein. In die Gewissheit, dass das alles doch Ich bin, so schrecklich ich auch sein mag. So schrecklich weh es mir doch tut, mir ausgeliefert zu sein in allen Unvollkommenheiten, die mich an und in den Wahnsinn treiben, so sehr treibt es mich doch von mir weg und in mich hinein und lässt mich mir bewusst werden, in allen Fehlbarkeiten, die mir subjektiv den Verstand rauben und doch auch dieser sind.

( Für den eigenen Untergang und gegen die Betäubung )

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