Außer mir, ich sicher nichts.

von poscoleri

Bei aller Selbst-Beschäftigung, der Beschäftigung meines Selbst mit mir selbst, bin ich doch erstaunlich abhängig von Urteilen außer mir. Zwar ist die Relevanz und ihre Nicht-Existenz willkürlich von mir selbst bestimmt, doch trifft sie mich hart und umgarnt mich sanft. Die Abhängigkeit ist eine große und doch ist die Aussagekraft begrenzt, erzählt mir keine Geschichte, ist doch zutiefst kapitalistisch in einem nach Punkten gemessenen System, als wäre Leistung nicht, was ich am Meisten fürchte hier. Sobald ich mich der fremden Betrachtung preisgebe, entkopple ich meine Worte von meiner achso selbstkritischen Betrachtung. Diese Worte sind nicht mehr meine, sobald ich sie anderen Augen als denen in meinem Kopf präsentiere. Die Kritik von außen ist nicht die meine, schön und gut, allein, sie ist zu leise, ich vervollständige sie in mir zu etwas, das ich nicht verstehe.

 

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