Die relative Perfektion

von poscoleri

Ein jeder kann doch nur sein Bestmögliches tun, mehr kann man wohl kaum fordern. Nicht die absoluten Werte sind uns die messenden, sie bleiben den Menschen unmessbar unvorstellbar. Schlussendlich sind uns alle ausserpersönlichen Möglichkeiten undenkbar, unsere Gedanken reichen nur bis zu unseren eigenen Potenzialen. Allein die öffentliche Meinung besteht auf allgemeinen Zielen, wir lassen sie uns aufzwingen. Die Suche nach gesamtgültigen Vergleichswerten fordert alles rücksichtslos ohne Beachtung individueller Bedürfnisse. Am Ende bleiben alle auf der Strecke bei ihrer Suche nach persönlichem Glück in entpersonifizierter Anti-Authentizität.

 

Erfreut euch an eurer relativen Perfektion!

 

Das Maß ist euch eigen, jede Prädisposition ist Unikat. Jede aufgezwungene gesellschaftliche Benchmark ist Verrat an den eigenen Fähigkeiten und Interessen.

 

Feiert den eigenen Entzug, der euch von externen Evaluierungen autonomisiert!

 

Die eigene Aktion, verzweifelt nach Befriedigung kollektiver Leitziele strebend, verkommt zum Widerhall, zum Echo von Bedeutungen, die man selber nicht gewählt hat. Die wahre Emanzipation finalisiert sich in der totalen Akzeptanz individueller Bedürfnisse.

 

Absolute Gleichheit existiert nur im Bewusstsein relativer Differenzen

 


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