Sprache ist so provinziell – Eine Entgegnung

von poscoleri

Eigentlich bin ich ja nicht der welteifrigste Leserbriefschreiber und auch beim Kommentieren halte ich mich (zumindest in der Löwengrube derstandard.at) unter größter körperlicher Anstrengung zu meinem eigenen Geisteswohl höflich zurück. Wenn allerdings in meiner liebsten österreichischen Tageszeitung an prominenter Stelle der Provinzialität gefrönt wird, muss man sich als aufmerksamer, reflektierter Zeitungsleser und Abonnent zu Wort melden.

Hier mein Plädoyer für weniger konservativen Fatalismus:

Sehr geehrter Herr Rauscher!

Sprache ist lebendig und wird es immer sein, gerade als Journalist sollten Sie sich dessen bewusst sein. Ich nehme an, auch die Politikredaktion des Standard verfügt über ein Bureau und eine Toilette, möglicherweise sogar eine Couch. Lassen Sie sich allerdings durch diesen Umstand nicht davon abhalten, die Tageszeitung meiner Wahl fatalistisch in den provinziellen Abgrund zu treiben. Wenn Sie ein Neuziehung der Grenze zu unerwünschten Einflüssen andenken (es würden sich unter anderem Bundeslands-, Bezirks- oder Wohnblocksgrenzen anbieten) bitte ich um informelle Benachrichtigung, die Adresse meines elektronischen Briefkastens haben Sie jetzt ja.

 

Poscoleri

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